Ibn al-Qayyim sagte:
„Al-Khuschu ist eine Bedeutung, die sich zusammensetzt aus Verherrlichung (taʿdhim), Liebe (mahabbah), Demut (dhull) und Zerbrochenheit (inkisar).“
Quelle: Madarij as-Salikin, Band 1, Seite 518.
Al-Hafidh Ibn Rajab sagte:
„Der Ursprung des Khuschu ist die Weichheit des Herzens, seine Feinheit, seine Ruhe, seine Unterwerfung, seine Zerbrochenheit und seine innere Glut. Wenn das Herz demütig ist, dann folgt ihm die Demut aller Glieder und Körperteile, denn sie folgen ihm.“
Quelle: al-Khushu fi as-Salah, S. 17
Khuschu im Gebet: innerlich und äußerlich
Zu den Worten Allahs:
﴿ الَّذِينَ هُمْ فِي صَلَاتِهِمْ خَاشِعُونَ ﴾
„Diejenigen, die in ihren Gebeten demütig sind.“ (Surah al-Mu’minun 23:2)
Sagte ʿAli (radiyAllahu ʿanhu): „Khuschu ist die Demut des Herzens und dass man im Gebet nicht nach rechts oder links blickt.“
(Quelle: Taʿdhim Qadr as-Salah von Muhammad ibn Nasr al-Marwazi)
Sagte az-Zuhri: „Es ist die Ruhe (as-sukun) im Gebet.“
(Quelle: Taʿdhim Qadr as-Salah)
Warnung vor heuchlerischer Demut
Hudhayfah sagte: „Hütet euch vor der Demut der Heuchelei.“
Es wurde gefragt: „Was ist die Demut der Heuchelei?“
Er sagte: „Dass du den Körper demütig siehst, während das Herz nicht demütig ist.“
Quelle: Madarij as-Salikin, Band 1, Seite 521.
Die Verpflichtung des Khuschu
Scheich al-Islam Ibn Taymiyyah (gest. 728 n.H.) sagte:
„Was auf die Verpflichtung des Khuschu im Gebet hinweist, ist die Aussage Allahs, des Erhabenen:
﴿ قَدْ أَفْلَحَ الْمُؤْمِنُونَ ﴿١﴾ الَّذِينَ هُمْ فِي صَلَاتِهِمْ خَاشِعُونَ ﴿٢﴾ وَالَّذِينَ هُمْ عَنِ اللَّغْوِ مُعْرِضُونَ ﴿٣﴾ وَالَّذِينَ هُمْ لِلزَّكَاةِ فَاعِلُونَ ﴿٤﴾ وَالَّذِينَ هُمْ لِفُرُوجِهِمْ حَافِظُونَ ﴿٥﴾ إِلَّا عَلَىٰ أَزْوَاجِهِمْ أَوْ مَا مَلَكَتْ أَيْمَانُهُمْ فَإِنَّهُمْ غَيْرُ مَلُومِينَ ﴿٦﴾ فَمَنِ ابْتَغَىٰ وَرَاءَ ذَٰلِكَ فَأُولَٰئِكَ هُمُ الْعَادُونَ ﴿٧﴾ وَالَّذِينَ هُمْ لِأَمَانَاتِهِمْ وَعَهْدِهِمْ رَاعُونَ ﴿٨﴾ وَالَّذِينَ هُمْ عَلَىٰ صَلَوَاتِهِمْ يُحَافِظُونَ ﴿٩﴾ أُولَٰئِكَ هُمُ الْوَارِثُونَ ﴿١٠﴾ الَّذِينَ يَرِثُونَ الْفِرْدَوْسَ هُمْ فِيهَا خَالِدُونَ ﴾
„Den Gläubigen wird es ja wohl ergehen, denjenigen, die in ihrem Gebet demütig sind, und denjenigen, die sich von unbedachter Rede abwenden, und denjenigen, die die (Zahlung der) Abgabe anwenden, und denjenigen, die ihre Scham hüten, außer gegenüber ihren Gattinnen oder was ihre rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt, denn sie sind (hierin) nicht zu tadeln, - wer aber darüber hinaus (etwas) begehrt, das sind die Übertreter -, und denjenigen, die auf die ihnen anvertrauten Güter und ihre Verpflichtung achtgeben, und denjenigen, die ihre Gebete einhalten. Das sind die Erben, die das Paradies erben werden; ewig werden sie darin bleiben.“ (Surah al-Mu’minun 23:1-11)
Allah, Der Erhabene, hat mitgeteilt, dass diese es sind, die Firdaus erben werden. Dies erfordert, dass niemand außer ihnen es erbt. Daraus wird die Verpflichtung dieser Eigenschaften deutlich. Denn wenn unter diesen Eigenschaften etwas wäre, das lediglich empfohlen (mustahabb) ist, dann würde Firdaus auch ohne diese Eigenschaften erlangt werden. Das Paradies wird durch die Erfüllung der Pflichtigen erlangt, nicht durch die empfohlenen Handlungen. Deshalb wurden unter diesen Eigenschaften nur solche erwähnt, die verpflichtend sind.“
Quelle: Majmuʿ al-Fatawa, Band 22, Seite 554.
Übersetzung: Abu Davut Konyevi
Siehe auch: Und wie erlangt man Khuschu (Demut) im Gebet?